unbezahlbar

Hameln holzt ab

Ratspolitiker und Verwaltung der Stadt Hameln haben entschieden: Über 170 Bäume an der Holtenser Landstraße sollen gefällt werden. 

Zeit um Abschied zu nehmen!

Hameln holzt ab

Unbezahlbare Bäume

Unbezahlbar – das sind unsere Bäume nicht nur wegen ihrer Bedeutung für die Grundlagen und die Qualität unseres Lebens.  

Unbezahlbar – das sind die Bäume in Hameln auch in einem ganz anderen Sinn. Ihre Pflege und Kontrolle kostet nämlich Geld – Geld, das die Stadt Hameln nicht mehr aufbringen will, jedenfalls nicht an der Holtenser Landstraße, wo sie es nach eigenem Bekunden aber tun müsste, um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden. 

Unbezahlbar

Deshalb soll nun, nachdem jahrzehntelang die Sicherungspflicht durch die üblichen Baumbegehungen und durch einzelne Entnahmen erfüllt wurde, großflächig abgeholzt werden (auf einer Breite von jeweils 30 Metern links und rechts der Straße, also auf insgesamt 45.000 Quadratmetern). Das ist nicht nur billiger und einfacher als die regelmäßigen Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen, nein, es bringt der Stadt durch den Verkauf des Holzes vielleicht sogar einen finanziellen Gewinn.

Man wearing safety gear using chainsaw to fell tree in a forest.
Symbolbild (by Envato).

260 Bäume sollten an der Holtenser Landstraße ursprünglich gefällt werden. Nun werden es – nach erheblichen Protesten von Bürgerinnen und Bürgern – vorerst 178 sein, die ab Dezember 2020 den Kettensägen zum Opfer fallen sollen. Unter ihnen – dem Vernehmen nach – auch viele gesunde Bäume. 

Das Schlimmste, was man machen kann.

Karl-Friedrich Weber, Diplom-Forst-Ingenieur, Präsident der Stiftung Naturlandschaft des BUND (DWZ 23.11.2020)

Ratspolitiker von CDU, DU und SPD befürworten ausdrücklich den „großen Einschlag“ an der Holtenser Landstraße (DWZ v. 21.11.2020). 

Wir tun das nicht.

Um unserer Meinung und unserem Protest Ausdruck zu geben, haben wir damit begonnen, die betroffenen Bäume ein letztes Mal zu „schmücken“ und symbolisch ihren Wert zu ehren, bevor sie bald abgeholzt werden. Wir haben bei dieser Aktion jeden dieser Bäume als „unbezahlbar“ gekennzeichnet – für uns, für unsere Kinder und für unser Leben in einer nachhaltig bewahrten und bewirtschafteten Natur. 

Unbezahlbar

Leider hat die Stadtverwaltung die kleinen Holzschildchen inzwischen wieder entfernt. Zur Begründung hieß es, dass es verboten sei, in einem Landschaftsschutzgebiet „Schilder aufzustellen.“ Zu dieser doch sehr eigenartigen Interpretation unserer Aktion kann sich jede und jeder sicher ein eigenes Urteil bilden.

Wenn du deinen Protest ebenfalls ausdrücken möchtest, hast du dazu zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Du kannst einen Kommentar im Gästebuch dieser Seite hinterlassen. 
  • Du kannst den Protest von Parents for Future unterstützen und an die Ratspolitiker der Stadt Hameln oder an die Forstverwaltung schreiben. 
  • Du kannst ein eigenes Mahnschild an einem oder mehreren der markierten Bäume anbringen und ein möglicherweise letztes Foto machen, solange der Wald an der Holtenser Landstraße noch da ist. Damit würdest du jedoch gegen die Landschaftsschutzverordnung verstoßen (siehe oben). Wenn du es trotzdem tust und uns deine Aufnahmen schickst, werden wir sie hier gerne veröffentlichen. 

Wir sind auch sehr interessiert an Bildern, die zeigen, wie der Wald entlang der Holtenser Landstraße in den letzten Jahrzehnten und bis heute ausgesehen hat – zu einer Zeit also, als er für Hameln noch bezahlbar war. Schicke uns gern deine Fotos oder Videos, damit die Erinnerung bewahrt wird!

Dr. Michael Glaubitz
Hameln

Schicke uns Bilder, bewahre die Erinnerung!

Hast du Fotos oder Videos, die zeigen, wie der Wald an der Holtenser Landstraße früher und bis vor kurzem ausgesehen hat? Schicke sie uns, damit die Erinnerung bewahrt wird! Wir sammeln und veröffentlichen die Bilder in der Galerie dieser Seite.

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